Spielbanken in Niedersachsen stellen Roulette-Tische ein: Automatenübernahme ab Mitte 2026

Frankie Reed · Sep 29, 2026

Spielbanken in Niedersachsen stellen Roulette-Tische ein: Automatenübernahme ab Mitte 2026

Roulette-Tische in einer niedersächsischen Spielbank vor der Umstellung auf Automaten

Die staatliche Spielbanken GmbH in Niedersachsen hat angekündigt Roulette-Tische aus den Standorten Hitfeld und Bad Pyrmont zu entfernen und zwar ab Mitte 2026, während die Einrichtungen vollständig auf Spielautomaten umstellen, ähnlich wie es bereits in Bad Bentheim geschehen ist. Beobachter berichten von sinkender Nachfrage und anhaltenden Verlusten an diesen personalintensiven Tischen, was die Entscheidung der Betreiber begründet. Roulette bleibt dagegen an den Standorten Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück verfügbar, und die Landesregierung plant gleichzeitig eine Senkung der Spielbankenabgabe von 85 auf 80 Prozent, um finanzielle Entlastung zu schaffen.

Hintergründe der Umstellung in Hitfeld und Bad Pyrmont

Die betroffenen Casinos in Hitfeld und Bad Pyrmont gehören zu den Einrichtungen, an denen Roulette-Tische bisher einen zentralen Bestandteil des Angebots bildeten, doch die Nachfrage ist dort seit einiger Zeit deutlich zurückgegangen. Experten haben festgestellt, dass die hohen Personalkosten für Croupiers und die laufenden Betriebsausgaben bei gleichzeitig geringer Auslastung zu Verlusten führen, die eine Fortführung nicht mehr wirtschaftlich erscheinen lassen. Die Umstellung auf ein reines Automatenkonzept soll die Betriebskosten senken und die Standorte an veränderte Spielgewohnheiten anpassen, wie es bereits erfolgreich in Bad Bentheim umgesetzt wurde, wo Automaten den Alltag bestimmen und klassische Tischspiele entfallen sind.

Verbleibende Roulette-Standorte in Niedersachsen

Roulette-Tische sollen künftig nur noch in vier ausgewählten Casinos in Niedersachsen angeboten werden, nämlich in Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover sowie Osnabrück, wo die Nachfrage stabiler geblieben ist. Diese Standorte behalten ihre Tischspiele bei und bieten weiterhin ein gemischtes Angebot aus Automaten und klassischen Spielen, während Hitfeld und Bad Pyrmont ausschließlich auf Slots umstellen. Die Konzentration auf weniger Standorte ermöglicht es der Spielbanken GmbH, Ressourcen gezielter einzusetzen und die verbleibenden Tische effizienter zu betreiben, was die finanzielle Lage insgesamt verbessern soll.

Steuerliche Anpassung zur Entlastung der Branche

Parallel zur Tischreduzierung plant das Land Niedersachsen eine Absenkung der Spielbankenabgabe von 85 auf 80 Prozent, die den Betreibern zusätzliche finanzielle Spielräume verschaffen soll. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der staatlichen Casinos zu sichern und die Auswirkungen der Umstrukturierung abzumildern. Branchenvertreter haben darauf hingewiesen, dass eine solche Steuersenkung in Zeiten rückläufiger Umsätze bei Tischspielen notwendig sei, um Investitionen in moderne Automaten und Infrastruktur zu ermöglichen. Die genaue Umsetzung der Abgabensenkung wird voraussichtlich zeitgleich mit der Entfernung der Roulette-Tische in Hitfeld und Bad Pyrmont erfolgen.

Spielautomatenbereich in einer niedersächsischen Spielbank nach der Umstellung

Auswirkungen auf Mitarbeiter und Besucherzahlen

Die Umstellung wirft Fragen hinsichtlich der Beschäftigungssituation auf, da Roulette-Tische personalintensiv sind und Croupiers in Hitfeld sowie Bad Pyrmont von den Änderungen betroffen sein werden. Die Spielbanken GmbH hat noch keine detaillierten Pläne zur Umverteilung von Personal veröffentlicht, doch Beobachter erwarten, dass Mitarbeiter an den verbleibenden Roulette-Standorten oder in Automatenbereichen eingesetzt werden könnten. Besucherzahlen in den betroffenen Häusern könnten zunächst zurückgehen, da einige Gäste klassische Tischspiele bevorzugen, während Automatenfreunde von der breiteren Auswahl profitieren dürften. Langfristig sehen Planer in der Automatenkonzentration eine Möglichkeit, die Standorte wirtschaftlich zu stabilisieren und an Trends in der Glücksspielbranche anzupassen.

Zeitlicher Rahmen und weitere Entwicklungen

Die Entfernung der Roulette-Tische soll ab Mitte 2026 schrittweise erfolgen, wobei erste Maßnahmen bereits im Laufe des Jahres vorbereitet werden. Im September 2026 wird die Umstellung in beiden Standorten voraussichtlich weitgehend abgeschlossen sein, sodass Hitfeld und Bad Pyrmont dann ausschließlich Automatenspiele anbieten. Die Spielbanken GmbH hat angekündigt, die Entwicklungen kontinuierlich zu prüfen und bei Bedarf weitere Anpassungen vorzunehmen, um auf Nachfrageveränderungen zu reagieren. Die steuerliche Entlastung durch die reduzierte Abgabe soll den Übergang erleichtern und die finanzielle Basis für zukünftige Investitionen stärken.

Zusammenfassung

Die geplanten Änderungen in den niedersächsischen Spielbanken konzentrieren sich auf die wirtschaftliche Anpassung an sinkende Nachfrage bei Roulette-Tischen in Hitfeld und Bad Pyrmont, während die Automatisierung an anderen Standorten wie Bad Bentheim als Vorbild dient. Die Reduzierung auf vier verbleibende Roulette-Standorte sowie die Senkung der Spielbankenabgabe bilden die Kernpunkte der Strategie, die ab Mitte 2026 umgesetzt wird. Daten der Betreiber und Meldungen aus der Branche zeigen, dass diese Schritte auf Fakten wie Verlusten und Nachfrageentwicklungen beruhen. Weitere Informationen finden sich in Berichten von Automatenmarkt sowie auf Seiten der niedersächsischen Landesregierung zu Glücksspielregulierungen. Die Entwicklungen bleiben für die Branche relevant, da sie Muster bei der Anpassung staatlicher Casinos widerspiegeln.